Mit dem Holzwerk Burger konnte der Erstligist auf einen kompetenten Partner in Sachen „Holz“ bauen.
Die Idee zum neuen Prinzip ist dabei so simpel wie auch effektiv. Simpel, da der neue Kegel das aktuelle Kegeldesign behält, er wird jedoch kurzerhand nur auf den Kopf gestellt. Effektiv, da durch den höheren Schwerpunkt und die deutlich kleinere Standfläche der Kegel viel schneller umfällt. Die Herstellung bleibt dabei effizient: Der Kegel selbst bleibt nahezu unverändert, lediglich die Bohrungen für die Seilführung werden angepasst.
Doch die Innovation bringt auch neue Herausforderungen mit sich, bei ersten Tests konnten bereits schon ein paar Erkenntnisse gemacht werden. Mehr Durchläufer: Selbst die 16er-Kugel kann nun Durchläufer verursachen, da der schmale Teil des Kegels genau auf Einschlaghöhe liegt. Längere Spielzeiten: Spiele könnten künftig länger dauern, weil Kegel mehrfach umfallen und neu gestellt werden müssen. Automatenanpassung: Die Zentriereinheit der Kegelstellautomaten muss der umgedrehten Form angepasst werden.
Für die Produktion des Umkehr‑Kegels arbeitet der SKC Unterharmersbach eng mit dem Holzwerk Burger zusammen. Gemeinsam wurde der Kegel aus Vollholz hergestellt und mit einem Kunststoffüberzug nachbehandelt. Die Kombination soll Robustheit und präzise Spieleigenschaften vereinen. Als besonders geeignete Holzart hat sich in vielen Tests dabei die Weißtanne aus dem Schwarzwald herauskristallisiert – ein heimisches Nadelholz, das sich durch gute Festigkeit auszeichnet.
Die neuen Kegel wird bereits in das Training integriert. Er soll in der spielfreien Osterwoche ausgiebig getestet werden um erste Optimierungen machen zu können. Ab Mittwoch kann der Kegel dann im Grünen Hof offiziell ausprobiert werden.
Parallel startet eine Namenssuche: Auf Basis der bisherigen Kegelnamen wie zum Beispiel Tornado, Hurricane und Taifun sind die Vorschläge ebenso stürmisch. Vorschlag A) Zyclon (nach dem Wirbelsturm) B) Orkan 180 (180 steht dabei für „um 180° gedreht“) C) Lothar 1999 (angelehnt an den Sturm, welcher im Jahr 1999 im Schwarzwald wütete).
Antwort C) dürfte wohl auch der Favorit des DKBC Präsidenten Lothar Müller sein. Denn 1999 war auch das Gründungsjahr seines Vereins SKV Rot-Weiß Zerbst. Abstimmen kann jeder, dazu einfach eine E-Mail senden an kegelnamegesucht@skc-unterharmersbach.de.
Nach den ersten Optimierungen über Ostern soll dann über die Sommerpause eine ausgiebige Testphase folgen. Danach muss der DKBC die technischen Eigenschaften prüfen und, falls alles einwandfrei ist, in die offiziellen Bestimmungen aufnehmen. Anschließend ist eine zweijährige Erprobung im offiziellen Spielbetrieb geplant, um den Kegel weiter zu verbessern.
Nach erfolgter nationaler Einführung soll dann die Anmeldung beim internationalen Verband WNBA beantragt werden und die offizielle Zulassung. Ziel ist es, dass der „Umkehr-Kegel“ dann 2031 bei der Weltmeisterschaft Prämiere auf der internationalen Bühne feiern kann– ein Meilenstein, der den Kegelsport nachhaltig verändern könnte.
Die Geschäftsführer des Holzwerks Burger sind von der Sache begeistert: „Es macht uns stolz, bei dem Projekt mitzuwirken, das sowohl Tradition als auch Innovation vereint“, sagt Bernd Burger. Sein Sohn, Kevin Burger, ergänzt: „Mit dem Vollholz‑Kern aus regionaler Weißtanne und dem schützenden Kunststoffüberzug wollen wir einen Kegel schaffen, der langlebig, hochwertig und sportlich präzise ist.“ Mit dem Umkehr‑Kegel setzen SKC Unterharmersbach und Holzwerk Burger auf eine Mischung aus lokalem Handwerk, technisch durchdachter Innovation und sportlicher Weiterentwicklung – ein Projekt, das Spannung in die Kegelwelt bringt.