Bronze beim Final Four: SKC Unterharmersbach bestätigt Spitzenstellung

Am Ende konnte der SKC Unterharmersbach jubeln: Unterstützt durch Ortsvorsteher Jürgen Isenmann und Bürgermeister Günter Pfundstein (links im Bild) gewann Unterharmersbach zum zweiten Mal die Bronzemedaille im Deutschen Pokal.

Der SKC Unterharmersbach hat beim Final Four des DKBC-Pokals in Ettlingen einmal mehr seine Klasse unter Beweis gestellt und sich am Ende verdient den dritten Platz gesichert.
Vor rund 50 mitgereisten Fans und in stimmungsvoller Atmosphäre zeigte das Team an beiden Tagen engagierte Leistungen – musste sich im Halbfinale jedoch dem starken Gegner aus Mörfelden beugen.

DKBC-Pokal / Halbfinale – Männer
Halbfinale: Gute Einzelresultate reichen nicht gegen Mörfelden

SKC Unterharmersbach 1 – SKV Olympia Mörfelden 1
MP: 2:6
SP: 9:15
Kegel: 3656:3803

Im Halbfinale am Samstag traf Unterharmersbach auf den SKV Olympia Mörfelden – und bekam es, wie bereits eine Woche zuvor im letzten Spieltag, mit einem Gegner in Topform zu tun. Am Ende stand eine 2:6-Niederlage bei 3656:3803 Kegeln.

Dabei begann die Partie durchaus vielversprechend: Fabian Zimmermann setzte sich in seinem Duell gegen Robert Nägel mit starken 650 zu 632 Kegeln und 3:1 Satzpunkten durch und holte den ersten Mannschaftspunkt für den SKC. Im zweiten Startduell musste sich Frédéric Koell trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd mit einer 181er Bahn und am Ende soliden 619 Kegeln seinem Gegner Alexander Conrad (637 Kegel) mit 1:3 Sätzen geschlagen geben.

Das Mittelpaar lief dann nicht ganz nach Plan: Axel Schondelmaier, der nach zwei Bahnen durch Paul Schondelmaier ersetzt wurde, unterlag gemeinsam gegen Silvan Meinunger deutlich (546:601, 0:4 Sätze). Jonas Bähr hielt den SKC im Spiel und gewann sein Duell gegen Pascal Jestädt mit 637:625 Kegeln und durchweg knappen Sätzen mit 3:1.

Doch im Schlusspaar musste Unterharmersbach die Entscheidung hinnehmen: Janos Brancsek unterlag Sven Völkl (625:667, 1:3) bereits frühzeitig, Chris Dambacher hatte daneben einen genauso schweren Stand gegen Marlo Bühler und unterlag bei 579 zu 641 Kegeln mit 1:3 in den Sätzen.

So setzte sich Mörfelden letztlich verdient durch, auch wenn Unterharmersbach in einzelnen Duellen durchaus mithalten konnte.

Im zweiten Halbfinale setzte sich erwartungsgemäß der Deutsche Meister Rot-Weiß Zerbst gegen Zwickau mit 7:1 bei 4048 zu 3713 Kegel durch. Hier zeigte Lukas Funk, was auf der Ettlinger Bahnlage möglich ist, mit 744 Kegeln stellte er einen neuen Deutschen Pokalrekord auf. Bei den Frauen setzte sich der SV Carl Zeiss Jena nach 4:4 Mannschaftspunkten und 12:12 Sätzen in einem dramatischen Sudden Victory mit 37:34 gegen den DSKC Frisch Auf Leimen durch und Bianca Golla zog mit dem KV Liedolsheim gegen den Königswarthaer SV mit 7:1 ins Finale ein.

Stimmung, Kulisse und Unterstützung

Das Final Four in der Ettlinger Funk-Arena bot einen würdigen Rahmen für hochklassigen Kegelsport. Die moderne Anlage mit großzügiger Tribüne sorgte für beste Bedingungen, während die Fans für lautstarke Unterstützung sorgten. Rund 50 Anhänger begleiteten den SKC nach Ettlingen und trugen ihren Teil, zusammen mit den Olympianern im Halbfinale, zur starken Atmosphäre bei.

DKBC-Pokal / Spiel um Platz 3– Männer
Halbfinale: Unterharmersbach erzwingt frühe Entscheidung gegen Zwickau

SKC Unterharmersbach 1 – TSV 90 Zwickau 1
MP: 4:4
SP: 13:11
Kegel: 3772:3780

Am Sonntag zeigte der SKC dann im Spiel um Platz drei gegen den TSV Zwickau eine klare Reaktion, setzte mit seinen vier Schnittbesten in den ersten vier Duellen alles auf eine Karte und drängte so in engen Duellen früh auf die Entscheidung. Auch wenn das Endergebnis mit 4:4 Mannschaftspunkten auf dem Papier ausgeglichen wirkt, war der Spielverlauf frühzeitig zugunsten der Hombacher entschieden – die sich dank 13:11 Satzpunkten Rang drei sicherten. Janos Brancsek glänzt im „Abschiedsspiel“ mit 678 Kegeln.

Bürgermeister Günter Pfundstein und Ortsvorsteher Jürgen Isenmann machten sich dabei am Sonntagmorgen früh auf den Weg, um noch vor 9 Uhr rechtzeitig zum Spielbeginn in Ettlingen den Spielern Gut Holz wünschen zu können. Dies sollte zusätzlich Auftrieb geben, denn die Startduelleduelle standen gleich auf Messers Schneide: Fabian Zimmermann eröffnete erneut stark, doch Lars Pansa lies zu keiner Zeit locker, mit 649:646 Kegeln (3:1 Sätze) gewann der Unterharmersbacher die letzte Bahn wegen einem Kegel. Und auch Jonas Bähr erkämpfte sich gegen Michael Ziegert mit 625:621 Kegeln ebenfalls den Mannschaftspunkt (2:2 Sätze). Auch hier war das Duell bis zur letzten Kugel offen. Unterharmersbach ging mit 2:0 und knappen 7 Kegeln in Führung.

Im Mittelpaar setzte sich dann Frédéric Koell mit 629:617 (3:1 Sätze) gegen Nico Voigt ebenfalls im letzten Durchgang durch. Einzig Janos Brancsek mit überragenden 678 Kegeln und einem 3:1 gegen Patrick Voigt ließ keine Zweifel offen und lenkte frühzeitig die Partie in Richtung Unterharmersbach. Bei 4:0 ging Unterharmersbach mit rund 70 Kegeln in Führung, doch entscheidend war: Für den endgültigen Sieg benötigte der SKC noch 1,5 Sätze.

Axel Schondelmaier und Chris Dambacher zeigten ebenfalls die nötige Reaktion, als beide dann gleich ihre Startbahn gegen Justin Lorenz und Martin Namann gewannen, war die Entscheidung frühzeitig gefallen: Vier Mannschaftspunkte und ein entscheidender Vorsprung bei den Satzpunkten ließen keinen Zweifel mehr am Ausgang. Hier nutzte das Team die Gelegenheit zum Doppelwechsel, um auch den Spielern auf der Bank die Möglichkeit zum Spiel zu geben: Axel und Paul Schondelmaier unterlagen dann Justin Lorenz (584:652, 1:3), ebenso mussten sich Chris Dambacher und Marijan Valjak gegen Martin Hamann geschlagen geben (607:616, 1:3). Am Gesamterfolg änderte dies jedoch nichts mehr. Mit 3772:3780 Kegeln zeigte sich zudem, wie knapp das Duell in der Gesamtholzzahl war – die klare Führung bei den Satzpunkten machte letztlich den Unterschied.

Zerbst gewann dann im Finale gegen Mörfelden mit 6:2 (3921:3766 Kegel). Bei den Frauen triumphierte der KV Liedolsheim mit 7:1 (3666:3537 Kegel) gegen Carl Zeiss Jena. Bianca Golla stellte hier mit 695 Kegeln einen neuen Deutschen Pokalrekord und neue persönliche Bestleistung auf. Das kleine Finale gewann der Königswarthaer SV gegen den Frisch Auf Leimen mit 6:2 (3463:3453 Kegel) .

Mit dem dritten Platz bestätigt der SKC Unterharmersbach seine Entwicklung der vergangenen Jahre. Nach Rang vier 2018 und Platz drei 2022 reiht sich auch dieses Ergebnis nahtlos in die Erfolgsgeschichte ein.

Die Mannschaft hat erneut gezeigt, dass sie auf nationaler Bühne konkurrenzfähig ist. Mit etwas mehr Konstanz in den entscheidenden Duellen scheint der nächste Schritt – der Einzug ins Finale – nur noch eine Frage der Zeit.

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